Maltechniken  "Künste sind der Baum, der Früchte trägt" (Japanisches Sprichwort)

 Kleine Enzyklopädie Die Ölmalerei ist die künstlerische Malerei mit Ölfarben auf der Basis des Malmittels Öl – in der Regel Leinöl.
Dass die Ölmalerei als „klassische Königsdisziplin“ der Kunst gilt, liegt vor allem an den guten Eigenschaften des überwiegend verwendeten Malmittels Leinöl (fast immer zusammen mit Terpentin). Um dessen Eigenschaften weiter zu verbessern und um bei der Alterung Rissbildung und Vergilben zu vermeiden, wird das Gemälde nach vollständiger Trocknung und Aushärtung (oft erst nach über einem Jahr) meist mit einem Firnis überzogen – man unterscheidet hierbei Zwischenfirnisse und Schlussfirnisse. 
Michelangelo da Caravaggio Ivan Konstantinovich Aivazovsky "Stillleben" "Die Welle"

Jan Styka & Wojciech Kossak Jozef Chelmonski "Panorama von Raclawice" "Babie lato"
(siehe Ölmalerei)
Ölfarbe ist eine Sammelbezeichnung für Anstrichstoffe und Malfarben auf der Grundlage von trocknenden Ölen als Bindemittel In der Regel werden Ölfarben für Künstler in Tuben als Paste geliefert. Die Zähigkeit liegt etwas höher als bei Zahncreme und lässt sich mit sogenannten Malmitteln
verdünnen. Auf den Tuben zwischen 20 g und 400 g zeigen ein bis fünf
Sterne die Lichtbeständigkeit sowie unterschiedliche Symbole die
Pigmentdichte und somit Deckkraft der Farbe an. Einige Künstler mischen
sich die Ölfarben selbst an und haben somit direkten Einfluss auf
Deckkraft und Pastosität.
Ölfarbe unterscheidet sich vor allem in Bezug auf die
Trocknungszeit von beispielsweise den Acryl- und Gouache-Farben.
Sie beträgt selbst bei dünnen Auftragsstärken einige Tage und kann
durch spezielle Techniken auf Wochen ausgedehnt werden. Diese
Eigenschaft ist insbesondere für großformatige Werke und die
Nass-in-Nass-Technik sehr wichtig. Zudem kann durch spezielle Malmittel
leicht angetrocknete Ölfarbe in Grenzen wiederbelebt werden. Das
gebräuchlichste Verdünnungsmittel für Ölfarben ist Terpentinöl. Als
Lösungsmittel kann Terpentinersatz verwendet werden.
Ölfarben zeichnen sich des Weiteren durch intensive
Farbeindrücke aus, wovon einige (z. B. Kobaltblau) bereits außerhalb
des Farbraumes
einer fotografischen oder drucktechnischen Wiedergabe liegen. Die hohe
Lichtechtheit, Deckkraft und die Dauerbeständigkeit sind weitere
Vorzüge der Ölfarben. Weiterhin unterscheidet sich die Deckraft der
Pigmente und wird mit deckend, halbdeckend, halbtransparent und
transparent bezeichnet.
Allerdings setzt Ölfarbe viel Erfahrung im Umgang mit Farben seitens des Künstlers voraus, und die Ölmalerei
gilt nicht umsonst als die Königsdisziplin in der Malerei. Die
Verarbeitung ist aufwändig und eine genaue Vorplanung des Kunstwerkes
ist nötig – Ölgemälde benötigen aufgrund der Trocknungspausen
entsprechend lange in ihrer Fertigstellung. Ölfarben eignen sich nur
sehr bedingt für Mischtechniken, da sie sich aufgrund des Ölgehaltes
mit nur wenigen anderen Farbtypen wirklich vertragen – vor allem wenn
diese auf Wasserbasis arbeiten. Hohe Anforderungen werden zudem an den
Malgrund gestellt – auch hier ist wieder das Öl der entscheidende
Faktor. In den meisten Fällen kommt Leinwand oder Holz zum Einsatz.
Ölfarbe haftet gut auf diesen Untergründen, ist jedoch sehr empfindlich
gegen mechanische Verformungen und blättert daher leicht ab.
Die für Ölfarben verwendeten trocknenden und
halbtrocknenden Öle sind: Leinöl, Mohnöl, Walnussöl, Hanföl,
Sonnenblumenöl, Safloröl, Rizinusöl, Perillaöl, Holzöl (Tung-, Chin.
Holzöl), Oiticicaöl. Farbpigmente werden dem Öl beigegeben, um die
gewünschten Farben zu erhalten. Zum Schutz der Ölfarbenschicht bei
Gemälden wird ein Schlussfirnis aufgebracht. Die gebräuchlichsten
Firnisse sind die Weichharze Dammar und Mastix, die jedoch auf Grund
ihres Vergilbungsprozesses zunehmend durch Kunstharze ersetzt werden.
Mittlerweile bietet die Industrie schneller trocknende Alkyd-Ölfarben (nach einem Tag fingertrocken) an sowie wasserverdünnbare Ölfarben zur Vermeidung der lösemittelhaltigen Verdünner. 
Wandmalerei ist eine Form der Malkunst, bei der das Bild nicht auf eine Holztafel oder Leinwand aufgetragen wird (Tafelmalerei), sondern direkt auf eine Wand. Dieselben Techniken wie bei der Wandmalerei kommen auch bei der Deckenmalerei zum Einsatz.
Die Farben werden bei der Wandmalerei entweder auf den noch feuchten Putz der Wand aufgetragen (Freskomalerei) oder auf den bereits trockenen Putz (Seccomalerei).
Es ist ebenfalls möglich, das Gemälde erst auf einer Leinwand oder
einer Tafel vorzufertigen und dann in die Wand einzulassen, was
allerdings nicht als klassische Wandmalerei gilt.
Entweder versucht der Künstler dabei, das charakteristisch Flächige der Wand zu wahren (strenge Wandmalerei) oder den Eindruck von Dreidimensionalität zu erzeugen (illusionistische Wandmalerei). 
(siehe Wandmalerei)
Freskomalerei oder Frischmalerei (it.: al fresco, "affresco" = ins Frische) ist eine Form der Wandmalerei, bei der die Farben auf den frischen Putz aufgetragen werden, wobei sie sich unlöslich mit dem Untergrund verbinden (al fresco). Das fertige Wand- oder Deckenbild wird Fresko genannt.
Das Wort Fresko kommt vom italienischen Ausdruck „dipingere al
fresco“, zu deutsch „Malen ins Frische“ und meint ein auf frischen Putz
aufgebrachtes Gemälde. Umgangssprachlich werden von Laien mitunter Wandmalereien, egal ob in trockener (al secco) oder feuchter (al fresco) Malweise, als Fresken bezeichnet.

Giotto di Bondone Michelangelo Buonarroti "Judakuss" "Der Prophet Jonas"
Porzellanmalerei ist eine interessante und vielseitige künstlerische Betätigung, die viel Ruhe und Erfahrung bedarf.
Porzellanmaler, Glas- und Keramikmaler sind anerkannte Handwerks- und Ausbildungsberufe. Je nachdem, in welcher Branche sie tätig sind, verzieren sie Porzellan und Keramikprodukte aber auch Flachglas und Hohlglas. Die Dekors
werden im manuellen oder teilmechanisierten Verfahren und Techniken
aufgebracht und im Brennofen eingebrannt. Ein künstlerisches Talent ist
bei dieser kunsthandwerklichen Tätigkeit Voraussetzung. Die zu verzierenden Porzellanteile werden vom Porzellanmaler mit Ränder-, Linien- und Bänderdekors, verschiedenen Schriftarten, Monogrammen, Blumen oder Ornamenten bemalt. Hierzu tragen sie Keramische Farben und Edelmetallpräparate wie Gold und Silber von Hand mit dem Pinsel, der Feder oder einem Stempel auf.
Porzellanmaler, Glas- und Kerammaler arbeiten an Arbeitstischen in
möglichst staubfreien, gleichmäßig beleuchteten Räumen. Zur Tätigkeit
eines Porzellanmalers gehört auch das Arbeiten in einer Spritzkabine mit Spritzpistole und Schablonen.
Porzellanmaler hatten noch bis vor wenigen Jahrzehnten in den
Manufakturen und Porzellanfabriken im Vergleich zu den anderen
Beschäftigten eine Art Sonderstellung. Sie hatten ein hohes Ansehen.
Viele Porzellanmaler wurden mit ihren Arbeiten berühmt, wie etwa Johann Gregorius Höroldt. Dieser prägte nach dem Tod von Johann Friedrich Böttger (1719) mit seinen Dekoren entscheidend den Charakter des Meissener Porzellans.
Viele Porzellanmaler üben auch heute noch in ihrer Freizeit als Hobby oder als Nebenbeschäftigung die Kunstmalerei aus, so wie es schon Generationen von Berufskollegen vor ihnen taten.
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